Autorin: Deborah Harkness
Titel: Die Seelen der Nacht
Originaltitel: A Discovery of Witches
Serie: All Souls Trilogie 01.
Verlag: Blanvalet
Umfang: 800 S.
ISBN: 978-3-7645-0391-8
Preis: 19,99€
Leseprobe: Blanvalet
Rezensent: Fullmoon
Inhalt:
Diana Bishop ist Historikerin…und eine Hexe. Als sie eines Tages in der Bodleian Bibliothek zufällig ein geheimnisvolles, verzaubertes Buch in die Finger bekommt, ist ihr dies zunächst nicht bewusst was diese Entdeckung auslösen wird. Denn seit dem Tod ihrer Eltern hat Diana von der Magie und dem drumherum nichts mehr wissen wollen – umso überraschender ist der plötzlich auftauchende Vampir Matthew Clairmont, der sie in der Bibliothek abfängt und systematisch um den Finger wickelt. Doch was steckt hinter dem geheimnisvollen, gutaussehenden Vampir? Liegt ihm tatsächlich etwas an Diana oder hat er es nur auf das Buch abgesehen…?
Fazit:
Ich muss gestehen, dass ich kaum etwas über die Geschichte wusste. Dass es um Hexen und Vampiren geht, hat mir jedoch auf den ersten Blick gereicht um das Buch in meine fantastische Sammlung aufzunehmen.
Als ich dann jedoch begonnen habe das Buch zu lesen, war es nach den ersten 10 Seiten schon um mich geschehen. Diana Bishop wird als eine sehr sympathische Person beschrieben und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Die Tatsache, dass die Geschichte jedoch auf einem Uni-Campus spielt und dann auch noch in einer alten Bibliothek hat mich das Buch regelrecht verschlingen lassen. Natürlich wechselt später der Spielort, jedoch sind auch diese mit Frankreich und einem urigen Hexenhaus perfekt ausgewählt. Auf Deborah Harkness Homepage ist dann auch sofort ersichtlich wieso dieses Buch so perfekt ist: die Autorin hat wie die Protagonistin selbst Geschichte studiert. Jedoch hatte sie sich auf die Geschichte der Magie und Wissenschaften in Europa von 1500 – 1700 spezialisiert. Ihre Studien hat sie unter anderem auf dem Campus in Oxford (Bodleian library, All Souls College library…) absolviert.
Wen das jedoch noch nicht überzeugt haben sollte (schließlich mag nicht jeder das Flair einer alten Bibliothek oder mittelalterlichen Gebäuden), der wird kaum dem Charm des Vampirs Matthew widerstehen können. Er ist der perfekte Gentleman, der eine gehörige Portion Geheimnisse mit sich bringt. Diese werden im Laufe des Buches zumindest teilweise gelüftet. Besonders gut gefällt mir auch, dass sich still und heimlich eine Liebesromanze zwischen Diana und Matthew entwickelt, die trotz aller Vorurteile von den Familien der beiden unterstützt wird.
Die wissenschaftlichen Thesen sind auch sehr überzeugend geschildert. Matthew, der sich mit DNA-Tests von magischen Wesen beschäftigt, kommt durchaus glaubhaft herüber, sodass man die Fakten durchaus für bare Münze nehmen könnte.
Besonders gut haben mir auch die Nebencharaktere gefallen. Die beiden Tanten von Diana, die sich auf Grund ihres 7. Sinns öfter mal zu Wort melden oder auch die Vampirmutter von Matthew ist eine sehr imposante Persönlichkeit.
Diana durchlebt im Buch einige Höhen und Tiefen. Die Tiefs sind leider immer etwas ausufernder und ziehen sich in die Länge. Im Gegensatz dazu sind für meinen Geschmack die Höhen (z.B. wenn Diana eine neue magische Fähigkeit entdeckt) viel zu kurz geraten. Hier hat die Geschichte durchaus noch Nachholbedarf. Da dies jedoch erst der erste Band der All Souls Trilogie ist, werden die nächsten 2 Bände sicherlich nicht an Qualität nachlassen und uns Leser wieder erneut auf magischen Höhenflüge begleiten.
Absolut empfehlenswert!
Wer einmal im Hexenhaus auf Erkundungstour gehen möchte, kann dies übrigens hier tun: Deborah Harkness
Vielen Dank für die tolle Rezension!
Liebe Grüße aus München vom Blanvalet-Verlagsteam